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Über uns

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Zwei Geburtsstunden

Dem Engagement der Frankfurter Bürgerschaft verdankt das Museumsorchester seine Entstehung. Im Zuge der Eröffnung des Frankfurter Nationaltheaters 1792 sollte es natürlich auch ein Orchester geben, welches die zeitgenössischen Opern von Mozart, Dittersdorf und Salieri aufführte. Die Theaterdirektion wählte dafür Musiker der Stadt und der Region aus, um eine permanente Kapelle für den Theaterbetrieb zu bilden. Ermöglicht wurde dies zunächst durch eine private Aktiengesellschaft, aber schon bald wurde das erfolgreiche Orchester auch von der Stadt Frankfurt finanziell unterstützt.

Die zweite Geburtsstunde des Orchesters war dann im Jahr 1808: Um die Mitglieder des „Museums“ mit der neuesten sinfonischen Musik vertraut zu machen, bedurfte es eines großen Orchesters. So wurden die Musiker des Theaterorchesters für die Konzerte mit Orchester - die „Großen Museen“ - unter Vertrag genommen. Der heutige Name „Museumsorchester“ war geboren.

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Ein Museum am Puls der Zeit

Während heute das Wort „Museum“ vielleicht zuerst an einen Ausstellungsort denken lässt, war der Ansatz des Frankfurter „Museums“ im 19. Jahrhundert ein anderer - interaktiv und am Puls der Zeit: Frankfurter Bürger gründeten 1808 mit dem “Museum“ einen „Musenverein“ zur Pflege und Förderung der Literatur, bildenden Kunst und Tonkunst. Die Zusammenkünfte des Vereins beinhalteten literarische und musikalische Darbietungen sowie “Kunstbeschauungen” anhand wechselnd präsentierter Gemälde. Später wurden die „Museen“ für die Stadtgesellschaft geöffnet. Viele Komponisten ließen ihre brandneue Musik hier zum ersten Mal erklingen: So wurden Werke von Johannes Brahms unter seiner Leitung uraufgeführt - aber auch Richard Strauss´ Tondichtungen „Heldenleben“ und „Also sprach Zarathustra“ erlebten hier ihre Uraufführungen unter der Leitung des Komponisten. 

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Zwei Rollen, mindestens…

Die musikalische Wirkung des Museumsorchesters entfaltet sich regelmäßig auf zwei Arten: im Graben als Orchester der Oper Frankfurt sowie als Sinfonieorchester in den Museumskonzerten der Frankfurter Museums-Gesellschaft.

 

Seit 2021 besteht der Verein „Museumsorchester e.V.“, in dem sich die Mitglieder des Orchesters organisieren, um Projekte wie die „Mahnwachen für Musikkultur Live“ verwirklichen zu können.

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Chefdirigenten und Konzertmeister

Die „Hall of Fame“ der Musikerpersönlichkeiten, welche das Orchester nachwirken prägten, ist groß. Dazu gehören u.a. Louis Spohr, Willem Mengelberg, Georg Solti und Michael Gielen. Namhafte Gastdirigenten waren Johannes Brahms, Antonín Dvořák, Pjotr Iljitsch Tschaikowsky, Gustav Mahler, Richard Strauss, Bruno Walter und viele andere.

Berühmtestes Orchestermitglied war sicherlich Paul Hindemith, der zwischen 1915 und 1922 die Position des Konzertmeisters inne hatte. Er ist auch Namensgeber der orchestereigenen Akademie, in der seit 2015 junge Künster:innen ihre ersten Schritte ins Berufsleben gehen.

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